Power Choke Tester

DPG10 – Serie

Die Power Choke Tester DPG10 – Serie ist in verschiedenen Varianten für unterschiedliche maximale Messströme und Impulsenergien erhältlich. Der Maximalstrom, bei dessen Überschreitung der Messimpuls wieder beendet wird, ist voreinstellbar. Dafür existieren 3 Messbereiche.

DPG10 – 100BDPG10 – 1000BDPG10 – 1500BDPG10 – 1500B/EDPG10 – 3000B/EDPG10 – 4000B/F
Impulsstrom Bereich 1 [A]0,1 … 1,01 … 101 … 101 … 103 … 304 … 40
Impulsstrom Bereich 2 [A]1,1 … 10,011 … 10011 … 10011 … 10031 … 30041 … 400
Impulsstrom Bereich 3 [A]10,1 … 100,0101 … 1000101 … 1500101 … 1500301 … 3000401 … 4000
Impulsenergie, max. [J]115011501150250025006000
Ausgangsspannung10 … 400 V
Impulsdauer3 µs … 701 ms
InterfaceUSB und RS232
Spannungsversorgung207…253 VAC / 50…60 Hz; optional 103…127 VAC oder 90…110 VAC; 450 VA max.
Abmessungen370 (B) x 320 (T) x 167 (H) mm³470 x 500 x 167 mm³
Gewicht [kg]8,18,18,110,210,220,1

Die Varianten mit der Option /E können im Vergleich zu den anderen Varianten mehr als die doppelte Impulsenergie liefern (bis 2500 J). Sie sind damit auch für sehr große Leistungsdrosseln einsetzbar. Eine noch größere Impulsenergie bis maximal 6000 J liefern die Varianten mit der Option /F.

Die Messspannung kann im Bereich von 10 V bis 400 V eingestellt werden.

Alle Kernmaterialien weisen eine mehr oder weniger starke Frequenzabhängigkeit auf. Um realistische Messergebnisse zu erhalten muss die Messung immer mit Impulsbreiten durchgeführt werden, wie sie auch in der realen Anwendung an der Drossel auftreten. Durch die hohe Abtastrate und den sehr breiten Impulsbereich von 3 µs bis 70 ms ist die DPG10 Serie für alle Kernmaterialien in der Leistungselektronik geeignet.

Bedienung und Software

Die Bedienung des Power Choke Tester DPG10 und die Darstellung der Messergebnisse erfolgt über einen PC mittels einer neu entwickelten, einfach zu bedienenden grafischen Benutzeroberfläche. Dazu wird das Messgerät entweder über USB oder über die RS232-Schnittstelle mit dem PC verbunden.

DPG10 - Serie Darstellung der Messergebnisse mittels PC

Vor Beginn einer Induktivitätsmessung werden lediglich folgende Einstellungen vorgenommen:

  • gewünschter Maximalstrom: Bei Erreichen dieses Wertes wird der Messimpuls beendet, wenn nicht zuvor die eingestellte maximale Zeitdauer des Messimpulses erreicht wird.
  • Spannung des Messimpulses: Hier sollte ein Wert eingestellt werden, der ungefähr der Spannung entspricht, die auch in der realen Anwendung am Prüfling anliegt.
  • maximale Zeitdauer des Messimpulses: Beim Überschreitung dieser Zeitdauer wird der Messimpuls beendet, wenn nicht zuvor der eingestellte Maximalstrom erreicht wird.

Alle Setups können abgespeichert und bei Bedarf wieder geladen werden. Dies erleichtert vor allem Serienmessungen zur Qualitätsprüfung in der Produktion.

Bei einer Fehlbedienung des Gerätes, wie z.B. falscher Anschluss des Prüflings oder falsche Wahl der Messparameter, helfen detaillierte Fehlermeldungen, das Problem rasch zu beseitigen.

Nach der Durchführung der Messung wird das Messergebnis L(i) sowohl in Diagrammform als auch in tabellarischer Form dargestellt. Alternativ kann die Induktivität als Funktion der an den Prüfling angelegten Spannungs-Zeit-Fläche ∫U(t)dt dargestellt werden.

Vor jeder Induktivitätsmessung wird automatisch eine Widerstandsmessung durchgeführt, da der ohmsche Anteil des Prüflings bei der Induktivitätsberechnung berücksichtigt werden muss. Eine Widerstandsmessung kann auch separat durchgeführt werden.

Die Software wird laufend weiterentwickelt und beinhaltet viele weitere Funktionen wie z.B.

  • Vorgabe von Grenzwertkurven zur automatischen gut/schlecht Erkennung
  • Funktionen zur Erleichterung von Stückprüfungen
  • Vergleich von verschiedenen Messkurven in einem Diagramm
  • Datenexport und Import